Wenn aus Freundschaft mehr wird

Wenn aus Freundschaft mehr wird…

Sie sind ja verliebt. Sie haben ja Schmetterlinge im Bauch. In Ihren Augen blitzen ja lauter kleine rote Herzchen auf. Ganz nach dem Motto „Die Gefühle spielen verrückt. Mensch ich bin total verliebt.“
Aber doch nicht etwa in…? Ausgerechnet in Ihre(n) gute(n) Freund(in). Eine(m/r) Freund(in), der/die noch dazu im Moment glücklich vergeben ist? Das kann ja wohl nicht wahr sein. Das ist ja eine verdammt verflixte Situation. Ob es daraus ein Entrinnen gibt???

Freund in guten wie in schlechten Zeiten
Die Antwort können nur Sie selbst sich geben. Denn nur Sie sollten selbst am besten wissen, was Sie wollen. Erst wenn Sie das genau wissen, können Sie aktiv daran arbeiten Ihr Ziel zu erreichen.
Aber vielleicht ist es ja auch alles gar nicht so tragisch. Vielleicht hat es Sie auch gar nicht so erwischt, wie Sie es vermuten.
Gehen Sie doch mal in sich und stellen sich die folgenden Fragen: Haben Sie in letzter Zeit viel Stress und Probleme in der Familie, in Ihrem sozialen Umfeld oder auf Arbeit? Stehen Sie derzeit vor großen Herausforderungen, was Ihr Berufs- oder Privatleben (Stichwort: berufliche oder private Veränderungen wie ein neuer Job; Streitigkeiten in der Familie; Tod eines nahe stehenden Verwandten etc.) betrifft? Und kann es dann vielleicht nicht auch sein, dass Ihr(e) gute(r) Freund(in) Sie dabei auffängt? Ihnen Halt gibt in dieser schwierigen Phase und Sie das für sich als Liebeseingeständnis interpretieren?

Freundschaft oder Liebe?
Sie sind zu einem anderen Schluss gekommen? Es ist nicht nur eine (vorübergehende) Schwärmerei. Sie begehren diese(n) Frau/Mann. Sie vermissen ihn/sie jedes Mal schrecklich, wenn Sie nicht in seiner/ihrer Nähe sein können. Sie können nicht mehr ohne ihn/sie leben. Sie lieben ihn/sie einfach über alles.
Dann gibt es nur noch eins: (K)ein voreiliges Liebesgeständnis, sondern nur die Frage: Was ist Ihnen wichtiger: Freundschaft oder Liebe???
Können Sie sich jemals vorstellen, ein Leben ohne diese Person zu führen? Würden Sie es jemals verkraften nach einer möglichen gescheiterten Beziehung keinen Kontakt mehr zu ihm/ihr zu haben?
Als gute(r) Freund(in) haben Sie- je nachdem wie innig ihr Vertrauensverhältnis ist- mit Sicherheit gute Einblicke über das Verhalten und den Umgang Ihre(r/s) Freund(in/es) mit Ex- Freunden nach einer Trennung. Nutzen Sie das, um sich darüber im Klaren zu werden, was Ihnen wichtiger ist: Freundschaft oder Liebe.
Führen Sie sich das ganze Wissen darüber mal genau vor Augen: Hat Ihr(e) Freund(in) überhaupt noch (freundschaftlichen) Kontakt zu seinen/ihren Ex Partnern? Wenn ja, zu wie vielen und wie würden Sie das Verhältnis aus Ihrer Sicht- soweit Sie es mitbekommen haben- beschreiben? Was waren die Gründe, die bei seinen/ihren Ex Partnern zur Trennung geführt haben, und zu denen er/sie heute noch ein gutes freundschaftliches Verhältnis pflegt?

In der Zwickmühle: Geständnis ja oder nein?
Sie haben mit ihr/ihm offen geredet??? In einem zufälligen Gespräch herausgefunden, welchen Stellenwert Sie im Leben Ihre(s/r) Freund(es/in) haben? Sich versichert, wie sehr er/sie Sie akzeptiert, egal was Sie ihm/ihr gestehen würden? Wie sehr er/sie weiter zu Ihnen stehen würde und die Freundschaft in jedem Fall in vollem Umfang wie bisher aufrecht erhalten würde, auch wenn Sie ihm/ihr Ihre Liebe gestehen würden und er/sie diese Gefühle nicht erwidern würde?
Wie sehr er/sie Ihnen die Angst genommen hat, Sie als Freund komplett zu verlieren oder an der Freundschaft was zu ändern, wenn er/sie weiß, dass Sie mehr wollen?
Dann ist das doch jetzt der passende Zeitpunkt für ein Liebesgeständnis oder?

Wagen und gewinnen
Nun mal langsam. Es ist zwar echt toll, dass Ihr(e) Freund(in) Ihnen auch dann noch zur Seite steht und Sie genauso vertrauensvoll wie immer behandelt, wenn Sie sich als sein/ihr(e) Verehrer(in) bekannt haben.
Dann können Sie ihn/sie eine(n) wahre(n) Freund(in) nennen.
Aber wie war noch mal gleich Ihr Ziel? Halten Sie es sich noch mal vor Augen! Bei wem klopft Ihr Herz immer noch wie verrückt? Wer ist noch gleich der Auslöser für Ihre grenzenlose Sehnsucht und den Wunsch eine Partnerschaft einzugehen: Ihr(e) Freund(in)???
Warum kämpfen Sie dann nicht um ihn/sie?
Mit der Gewissheit, dass er/sie Sie niemals im Stich lassen wird und die Freundschaft in jedem Fall erhalten bleibt, haben Sie nichts zu verlieren.

Schritt für Schritt zum Liebesglück
Seien Sie deshalb mutig und stehen Sie zu Ihren Gefühlen. Aber nicht, indem Sie alles sofort auf den Tisch knallen. Tasten Sie sich langsam heran. Versuchen Sie viel mit Ihre(m/r) Freund(in) zu unternehmen und zeigen Sie sich dabei von Ihrer besten Seite. Zeigen Sie ihm/ihr noch stärker all das, was Sie liebenswert macht: Ihren Humor; Ihre Offenheit; Ihre Schulter zum Anlehnen, Ihren Charme; Ihre positive Ausstrahlung.
Achten Sie dabei darauf, mit welchen Gesten und welcher Mimik er/sie Ihnen begegnet, wenn Sie Ihre natürliche Art zum Ausdruck bringen. Berücksichtigen Sie aber auch, die Lebensumstände, wenn Ihr(e)n Freund(in) nicht gleich wie erhofft reagiert: Hat er/sie im Moment beispielsweise viel Prüfungsstress bzw. Arbeit ohne Ende?
Wenn dann irgendwann die richtige Atmosphäre geschaffen ist und Sie durch vorherige Andeutungen das Gefühl bekommen haben, dass er/sie interessiert sein könnte, gehen Sie aufs Ganze und sprechen ihn/sie direkt darauf an.

Vergeben- und vergessen???
Wenn die betreffende Person nicht liiert ist, fällt das natürlich umso leichter und kann schneller von statten gehen. Aber was wenn sie vergeben ist? Kann man es dann vergessen?
Nein, auch hier gilt die Devise, zeigen Sie sich ganz natürlich so wie Sie sind.
Begehen Sie nicht den Fehler den/die Freund(in) Ihres Bekannten schlecht zu machen oder die Partnerschaft nicht zu respektieren.
Sie können zwar Kritik äußern, zum Beispiel wenn Ihr(e) Bekannte sie um Ihre Meinung dazu bittet.
Aber lassen Sie keinesfalls durchblicken, wie sehr es an Ihnen nagt, dass die beiden zusammen sind.
Zwingen Sie also Ihre(m/r) Freund(in) nicht eine Entscheidung auf, in dem Sie ihren Partner permanent mit sich vergleichen, sondern geben Sie ihm/ihr die Chance durch Ihren natürlichen, nicht zu aufdringlichen „Auftritt“ selbst eine Entscheidung zu treffen.

So kann aus Freundschaft dann auch mehr werden…

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Autor CW

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